rudolf mittelmann: Im Auftrag der Chefin

10. Oktober 2015

Mein zuletzt herausgekommener Roman heißt nun „Im Auftrag der Chefin„, der Arbeitstitel war „Der Mann im Wald“.
Das erste Machwerk aus meiner „Feder“ ohne Happy End: Es ist eine finstere Geschichte, wenn es auch abenteuerhaft und lustig anfängt, mit allerlei Liebesverwirrungen und viel Wald. Natürlich.
Aber dann bröckelt die schöne Welt so langsam ein, und man fragt sich, ob das wirklich so passiert oder nur im Kopf des Protagonisten, der verzweifelt versucht, den Auftrag seiner Chefin zu erfüllen, aber am Ende kann nur sie noch helfen, sonst niemand. Kann sie helfen?

Mehr auf der Webseite zum Buch.
rudolf mittelmann: Im Auftrag der Chefin, 2015, BoD Norderstedt, Roman mit 23 farbigen Illustrationen

Andy Weir: The Martian

27. August 2015

Im Sommer haben wir The Martian auf dem Kindle gelesen, bei weit über 30 Grad im Schatten des großen Nussbaums…
Zuerst dachte ich, eine einfache Geschichte, aber schön, mal wieder so richtig altmodische Weltraumromantik wie in den Siebzigerjahren.

Allerdings entwickelte sich die Geschichte bald doch in eine eigenständige und modernere Richtung.
Einerseits extremer Realismus, so dass ich lange glaubte, der Auto müsse unbedingt Insider sein, also NASA Mitarbeiter – ist er nicht.
Andererseits große Spannung, und auch weit mehr als das Überleben auf dem Mars, es geht auch viel um Politik, Gendering, Hilfsbereitschaft, und das Verhalten in Hierarchien.
Ich finde, ein wirklich großer Roman, absolut lesenwert.

Andy Weir: The Martian, 2015, Amazon Kindle eBook

Der Mann im Wald

1. Mai 2015

Mein nächstes Buchprojekt ist „Der Mann im Wald“ – gewesen.
Das habe ich von 2008 bis 2010 geschrieben, aber nie fertig gemacht.

Nun ist alles ausformuliert, gesetzt, illustriert und zu BoD geschickt, der Vertrag ist unterschrieben, jetzt heißt es warten.
Während der Endredaktion hat sich aber der Titel geändert:
Das Buch heißt jetzt „Im Auftrag der Chefin“.

Cover von

Jetzt heißt es warten, bis es durch die Mühlen von BoD durch ist…
Eine Website gibt es auch dazu.

rudolf mittelmann: Der Junge und die Stadt

7. April 2015

Seit 26. Februar ist nun mein Buch fertig:
Der Junge und die Stadt
Eine Detektivgeschichte für junge und junggebliebenen Leser und Leserinnen.

Taschenbuch: 264 Seiten
ISBN: 978-1508591948

zB bei Amazon für ungefähr 12€.
Auch als Kindle-Ebook zu haben.

Lesung Martin Suter – Montecristo

7. April 2015

Zu Lesungen gehe ich eher selten, Ausnahme waren die Mittagslesungen im Kulturhauptstadtjahr 2009.
Wenn aber mal einer der Lieblingsautoren kommt, dann muss ich natürlich hin.
Am 9.3.2015 kam also Martin Suter in den Festsaal der Oberbank, fast 2000 Menschen, ob die alle der Literatur wegen gekommen sind oder vielleicht doch eher zur vornehmen Gratisbewirtung im großzügigen Foyer?
Jedenfalls waren die Interviews voraussehbar verzichtbar, zumal Suter die Eigenart hat, immer nur ein paar Aspekte zu verraten, den Rest zu verschweigen. Dafür war die eigentliche Lesung echt genial. Seine etwas allzu ruhige Stimme macht aus seiner fesselnden Schreibe eine fast unerträglich spannende Steigerung, und natürlich hat er dann jeweils abgebrochen, wenn er zuviel verraten hätte – wir sollten das Buch ja kaufen.
Es ging um sein neuestes Werk, wenige Tage vorher erst erschienen, und schon auf den Bestsellerlisten weit oben:
Martin Suter: Montecristo – Diogenes Verlag

Buch veröffentlichen für lau

26. Februar 2015

Im Januar habe ich einen Roman geschrieben, einen Thriller (nicht nur) für Jugendliche.
Den will ich jetzt als gedrucktes Buch veröffentlichen, ohne was dazu zu zahlen, das geht seit kurzer Zeit bei Amazon Create-Space.
Und als eBook auch, über die Kindle-Schiene (Kindle-Direct-Publishing).
In der Werbung klingt das so, als sei das ganz leicht und in 5 Minuten gemacht.
Pustekuchen!
Alleine den Account einzurichten, inklusive amerikanisch-peinlicher Befragung zu den Steuerpflichten, und das ganze juristische Zeug seitenweise alles in englisch, na prost.
Und wenn man das für die gedruckte Version durchgestanden hat, dann muss man für die eBook-Veröffentlichung alles nochmal durchkauen, entsetzlich.

Aber, es macht zwar viel Arbeit, kosten tut es aber nix – außer der Zeit und Energie eben. Immerhin!

Buchprojekte

4. Februar 2015

Dank Linux-User Zeitschrift habe ich jetzt einen neuen Vertriebsweg für gedruckte Bücher als auch für E-Books.
Nämlich direkt über Amazon.
Für E-Books bin ich noch nicht sicher, ob das attraktiver ist als das neue Angebot von bod.de (BooksOnDemand).
Für gedruckte Bücher auf alle Fälle, da die Datenhaltungskosten wegfallen. Für meine 2 BoD Bücher läppert sich das doch auf 45€ etwa zusammen pro Jahr, wenn man sich das sparen kann, ist das schon sehr verlockend. Ich werde es jedenfalls mal ausprobieren. Ich hab ja noch drei Romane, die auf den Druck warten.
Aber zu erst muss ich die finalisieren, bei zweien fehlen nur noch die Illustrationen, beim dritten eben erst fertiggestellten Text fehlt noch viel mehr, insbesondere Feinschliff am Text.

jetzt als Film: „Gruber geht“

3. Februar 2015

Im Programmkino läuft jetzt der österreichische Film „Gruber geht“.
Ich fand schon das Buch so genial, siehe meine Besprechung hier.
Der Film steht dem Buch in nichts nach, die Charaktere sind perfekt umgesetzt bzw die Schauspieler spielen nicht nur gut, sondern sehen auch so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe, es stimmt einfach alles in diesem Film.
Sehr empfehlenswert, wenn auch wahrscheinlich nicht leicht zu finden im Kino. Leider.

mein neuer Roman

30. Januar 2015

Im Januar habe ich mal wieder einen Anfall von Schreibfieber gehabt, und auf meinem braven MacBook Air einen kleinen Roman geschrieben.
Drei Schüler machen ein Detektivbüro auf und bekommen bald einen Fall, und schon einen zweiten dazu… Aus dem Spiel wird blutiger Ernst.
Thriller u.a. für jüngere Leser mit Action, ersten Küssen, und einem Haustier.
Es ist der dritte Teil meiner seinerzeit geplanten TrilogieDer Junge und …„, der erste Teil war Der Junge und der Wald der Frauen, der zweite Teil wurde nie fertig, leider.
Die Rohfassung des Textes habe ich vom 3.1.2015 bis zum 29.1.2015 geschrieben.

Arkadi und Boris Strugatzki: Werkausgabe bei Heyne Band 4

12. April 2014

Noch so ein dicker Wälzer! Der vierte enthält gleich 5 Romane.
In den letzten Tagen habe ich verschlungen:
Fluchtversuch
Es ist schwer, ein Gott zu sein
Unruhe

(Noch vor mir habe ich Die dritte Zivilisation und Der Junge aus der Hölle.)

Fluchtversuch ist eine eher heiter beginnende Geschichte, aufgezogen als klassische SF, die sich aber bald sehr ernsthaft mit der damals (Anfang der Sechziger des letzten Jahrhunderts, erste Sputniks und allererste Anfänge der Raumfahrt) von einiger Wichtigkeit erscheinenden Frage beschäftigt: Darf man sich in die Entwicklung der Gesellschaft auf anderen Planeten einmischen oder nicht, und wie geht man damit um?
Heute lächeln wir darüber, denn niemand rechnet mehr ernsthaft damit, jemals auf besiedelte Planeten im Weltraum zu treffen…
Aber die Geschichte wird durch die heute nicht mehr relevant gesehene Fragestellung nicht überflüssig, denn sie reflektiert auch gleich über unsere irdische Entwicklung. Und auch da haben sich die Autoren damals wohl ziemlich getäuscht, denn die erwartete idealkommunistische Gesellschaft ist keineswegs längst Realität, sondern in weite Ferne gerückt und vielleicht für immer gescheitert. Das hätten sich die Autoren wohl nicht denken können, und auch nicht schreiben dürfen. Aber für uns ist es ein Anlass, darüber nachzudenken, warum diese Ideale nicht funktioniert haben…

Der zweite Roman Es ist schwer, ein Gott zu sein behandelt das gleiche Thema, auf ähnliche Weise, wenn auch sehr viel ausführlicher und weniger leicht, das ist eher schwerer Tobak, was uns da für ein Spiegel vor Augen gehalten wird: Denn die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen auf diesem Planeten trifft ja nicht nur unsere mittelalterliche Vergangenheit, wie im Text vielfach explizit verglichen wird – sondern (leider!) genauso hart auch unsere jetzige Gesellschaft, egal ob in Ost oder West.
Die Menschen sind halt nicht gut…

Der dritte Roman Unruhe hat mich ziemlich irritiert. Die erste Seite kam mir so bekannt vor… bis ich kapierte: Das ist doch Die Schnecke am Hang! Nur die Namen der Personen sind anders… Und wie in die Schnecke am Hang gibt es zwei parallele Erzählstränge. Der Teil, der im Wald spielt, ist fast identisch bei beiden Romanen. Der andere Teil, der in der Verwaltung spielt, ist hier in Unruhe viel kürzer, und teilweise vollkommen anders. Es gibt da nur sehr wenig Überschneidung, eher eine begnadete Ergänzung: Würde man die wenigen doppelt erzählten Stellen herausstreichen, könnte man einen Gesamtband draus machen… der einem meiner All-Time-Favorites, dem Roman Die Schnecke am Hang, einen interessanten Aspekt hinzufügen würde.
Jedenfalls wieder sehr lesenswert!
Noch eine Irritation: Im Nachwort von Boris geht der Autor mit keinem Wort auf den Roman Die Schnecke am Hang ein… seltsam, aber der Text passt doch genau hinter das Nachwort zu Die Schnecke am Hang. Es stellt sich also heraus, wenn man beide Nachwörter zusammennimmt, dass der Roman in der Fassung Unruhe die Originalfassung ist, von Anfang der Sechzigerjahre, aber so von dem Autorenpaar verworfen worden war. Die überarbeitete Version hieß dann Die Schnecke am Hang, die aber ihrerseits eine verworrene Geschichte der stückweisen Veröffentlichung hatte, wegen der damals strikten kommunistischen Zensur. Erst nach der politischen Wende (späte Achtzigerjahre) wurde dann die Urfassung Unruhe von den Brüdern für doch gut befunden und nachträglich herausgebracht… interessant.