Ernst Schmid: Im Himmelreich ist der Teufel los

Im jungen Kehrwasserverlag ist eine Krimiserie aufgelegt, die im oberösterreichischen Mühlviertel spielt.

Davon habe ich erst mal den zweiten Band bekommen: „Im Himmelreich ist der Teufel los“.

Dabei ist Himmelreich ein Ortsteil eines kleinen Dorfes. Wer das Mühlviertel kennt, erkennt in den teils bösartig, teils liebevoll gezeichneten Figuren und Verhältnissen vieles wieder. Diese ganzen Intrigen, Verschwörungen, Hoffnungen und Enttäuschungen, mit viel Liebe und viel Hass, ach ja.

Der türkisch-stämmige Polizist, der von Wien ins Mühlviertel strafversetzt ist, hat aber nicht nur mit Ausländerhass und Dörflertum zu kämpfen. Auch mit seinen Vorgesetzten, Kollegen und sogar seiner eigenen Familie gibt es vor allem Probleme. Nachdem ich zwei Drittel des Buches gelesen hatte, tat mir der Mann so leid, dass mir die Tränen kamen, abwechselnd vor Mitleid und vor Wut. Trotzdem gibt es immer wieder etwas zu Lachen.

Ein gefühlsgeladenes Buch, jetzt freue ich mich auf den ersten Teil, den ich bald nachholen möchte.

Ernst Schmid „Im Himmelreich ist der Teufel los“ Kehrwasserverlag, Linz, 2012

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