Klassische Klangwolke

Bei der Linzer Klassischen Klangwolke wurde diesmal die dritte Sinfonie von Mahler in den Donaupark übertragen.
Irgendwie ist mir dieses opulente Musikstück bisher entgangen. Die ersten drei Sätze haben mich sehr ergriffen, tief, gewaltig, dunkel, manchmal bedrückend, manchmal triumphal, alles da.
Nachher gab es noch eine extrem finster dreinschauende Alt-Solistin und zwei Chöre, auf diese Gesangseinlagen hätte ich gut verzichten können, aber wenn der gute Mahler halt meint es müsste sein… immerhin waren diese vokalverzierten Stellen ziemlich kurz und somit auszuhalten, der letzte Satz aber griff wieder in die Vollen.
Sehr beeindruckend.
Wenn ich an die frühen Klangwolken zurückdenke, hat sich auch bei der Technik viel getan, heutzutage sind die Boxen vergleichsweise klein, aber der Klang ist perfekt und weitgehend unabhängig vom genauen Standort, sehr gut kann man auch während der Musik auf der Wiese auf- und abgehen.
Die großen Leinwände mit den Lifebildern vom Orchester sind zwar manchmal ganz nett, zB wenn die Klarinettistin aus der Nachbarschaft ins Bild kommt, ansonsten empfinde ich sie eher ablenkend und schaue die meiste Zeit nicht hin. Viel besser passte der großartige Abendhimmel über Urfahr zu der monumentalen Musik.

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