Zu Gast bei Stifter – Wilfried Steiner

Bei den Linz09-Mittagslesungen im Stifterhaus las heute Wilfried Steiner aus seinem neuen Roman, der erst nächstes Jahr herauskommen wird.
Es ging zunächst um eine Trennungsgeschichte. Dem Protagonisten Artur wurde auf einem wenig gelungenen Griechenlandurlaub von seiner Frau nach 15 Jahren Ehe eröffnet, sie wolle ihn verlassen. Die Art, wie Artur hier seine Gedanken dazu erzählt, war tragisch und komisch zugleich. Oder, erfrischend und deprimierend. Letzteres vor allem, weil er selber seine Beziehung zu dieser Frau eher positiv, wenn auch nicht begeisternd, erlebt hatte. Und jetzt steht er vor dem Aus.
In einem späteren Kapitel wird ein Museumsbesuch beschrieben. Artur versucht über seine Trennung zu kommen, indem er sich einer Führung in spanischer Sprache anschließt – gerade weil er da kein Wort versteht. Zweimal erregen Werke seine besondere Aufmerksamkeit und stürzen ihn in einen Strudel starker Gefühle. Beide Male ein Triptychon, von Francis Bacon. Die Bilder werden wunderbar beschrieben, ausführlich, genau, aber ohne etwas wegzunehmen. Während Artur seinen Gedanken zu den Bildern nachhängt, schleicht sich wieder seine Exfrau in sein Bewusstsein…
Soweit diese kurzen Ausschnitte, das Buch scheint sehr interessant zu werden. Schade, dass ich mir den Titel des Romans nicht gemerkt habe.

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