Flüchtlinge 2020

6. März 2020

5. März 2020

Ich sitze hier am späten Abend mit meiner schönen Frau vor dem Kamin, in dem widerwillig, aber doch, die Äste verbrennen, die ich heute im Garten geschnitten habe. Draußen regnet es, seit Stunden, und soll noch lange weiterregnen.

Zur selben Zeit stehen hunderttausende Menschen an der türkisch-griechischen Grenze, frierend, unter freiem Himmel, im Regen oder in der Kälte. Ohne irgendeinen Schutz, ohne Dach, ohne wasserfeste Jacken. Ohne irgendwas. Kranke Kinder, kranke Frauen, und ja, auch kranke Männer, über die spricht man nicht, nicht mal die Linken.

Warum?
Warum diese neue Eskalation in Syrien?
Nun, erstmal sind da diese bösen Jungs, Erdoganchen und Putinchen.
Hier und da hat Putin ja mal eine ganz gute Idee, aber doch selten. Von Erdogan könnte ich das nicht sagen.
Alle beide bombardieren Syrien, was sie einen Dreck angeht, und wieder mal sehen eine Million Menschen ihr Heil in der Flucht.
Flucht, das heißt, alles hinter sich lassen, was einem was bedeutet, und ums nackte Leben laufen.
So weit, so schlecht.

Und was macht die EU?
Die EU macht die Grenzen dicht. In dem Fall, die Grenzen von der Türkei zu Griechenland.
Wie ich seinerzeit Karl May über die orientalischen Länder gelesen habe, hab ich oft gelacht. Jetzt würde ich nicht mehr lachen. Er hat ja so recht gehabt. Türkische Regierungen.
Leider nicht nur lächerlich, sondern brandgefährlich.
Und dann die EU: macht es noch schlimmer.
Unser österreichischer Außenminister brüstet sich damit, den Griechen zu helfen. Zu helfen!!!
Damit meint er, die Flüchtlinge mit Waffengewalt draußen zu halten.
Menschen, die nichts anderes mehr haben, als das nackte Leben.
Mit Polizisten, die bewaffnet sind, die schießen sollen.
Auf Menschen.

Und die EU macht was?
Macht also die Grenzen dicht. Die „Außengrenzen“, ein neuer Eintrag ins Wörterbuch des Unmenschen.
Warum? Warum zum Teufel lassen wir die Allerärmsten der Armen nicht einfach teilhaben an unserem Wohlstand?
Ach so, so wohl ist den Leuten gar nicht.
Da gibt es ja die ganz Reichen, die ständig noch reicher werden wollen, auf Kosten der Ärmeren…
Hätte ich jetzt fast vergessen.

Doch zurück zum Thema:
Was genau hindert uns, also die EU, eigentlich, die armen, flüchtenden Menschen einfach willkommen zu heißén? Sie einfach aufzunehmen?
Wir zum Beispiel, wir zwei hier in unserem Häuschen, wir könnten ohne irgendein Problem eine dreiköpfige Familie aufnehmen, nicht für immer natürlich, aber für die Zeit einer akuten Krise.
Und soviele Branchen jammern über Nachwuchsprobleme. Arbeit gibt es genug, für Leute, die was drauf haben.
Was ist also das Problem?

Wir dürfen nicht.
Wir dürfen niemanden hereinlassen.
Wir dürfen nicht helfen.
Warum eigentlich nicht?
Die Gesetze. Diese dummen Gesetze.
Und wer jetzt denkt, die hätten die Rechten gemacht, Irrtum.
Auch die Sozis waren da mit drin, dreckige Finger, bluttriefende Hände, auch bei den Linken.
Bzw was man in Ösitanien so unter links vesteht.

Aber natürlich, tonangebend waren immer die Rechten.
Grenzen sichern, Migranten stoppen, Balkanroute schließen.
All der Scheiß.
Wie viel Macht haben diese dummen Rechten eigentlich in Wirklichkeit?
Die letzten Wahlen haben sie ja verloren.
Aber das bedeutet anscheinend nichts.
Immer, wenn es drauf ankommen würde, bestimmen die Rechten.
Wer erklärt mir das?

rudolf mittelmann, März 2020

Wimmelbild als Banner

14. Februar 2020

Die Webseite über mein neues Buch Fiebergeschichte hat nun eine animierte Grafik als Banner (oder Header) oben quer drüber.

Um das Leben in der grünen Welt sehen zu können, muss man aber schon etwas hinein zoomen.

Zum Beispiel so:

Fiebergeschichte – Das Buch ist fertig

18. Januar 2020

Nach allerlei Komplikationen ist nun das Buchprojekt fertig, das Buch kann bei BoD oder Amazon oder einem anderen Buchhändler bestellt werden, und die dazugehörige Webseite ist auch fertig – zu erreichen über meine Leseecke auf unserer Homepage: https://artm-friends.at/leseecke
oder gleich hier.

Fiebergeschichte

15. Januar 2020

Und so soll es dann mal aussehen:

book-cover

neues Buch: Fiebergeschichte – es geht weiter

7. Januar 2020

Nachdem ich Anfang Dezember die Bilder fertig hatte, habe ich mich entschieden, den Buchblock in der veralteten Scribus-Version 1.4.5 zu setzen.

Die kann zwar vieles nicht, was die neue kann, und was gerade für Buchsatz wichtig wäre: Hurenkinder, Schusterjungen, uvm.

Dafür kann sie etwas, was weder die 1.4.8 (aktuelle „stabile“ Version) noch die experimentelle 1.5.4 bzw. jetzt 1.5.5 kann: nämlich mit langem Text in automatisch verketteten Textframes umgehen.

Nicht dass 1.4.5 damit schnell wäre, aber mit viel Geduld geht es immerhin. Auch schon was.

Eigentlich wollten meine Holde und ich Silvester als Filmabend verbringen, aber nach Weihnachten war ich so dicht dran, fast fertig zur Abgabe alles, nur ein paar Kleinigkeiten fehlten noch, das hab ich bis halbe Stunde vor Mitternacht am 31.12.2019 noch fertigmachen müssen, sorry.

Anfang 2020 dann abgeschickt, jetzt warten auf die Freigabe.

Wenn alles gutgeht, sind das dann 456 Seiten mit 29 Bildern.

Fiebergeschichte: kleine Fortschritte

30. November 2019

Mein nächstes Buch macht nun doch mal wieder Fortschritte. Der Text steht weitestgehendst, nun arbeite ich intensiv an den Illustrationen. Es werden wohl 29 ganzseitige Bilder, die male ich mit Procreate auf meinem iPad Pro.

Soviele Bilder sind aber auch soviel Arbeit. Also wird es noch dauern.

Ein anderes Problem ist das Setzen. Bisher hab ich das mit Scribus gemacht, ein feines Open Source Satzprogramm. Ich kenne und benutze es seit vielen Jahren. Leider sind die Versionen „stabil“ und „experimentell“ seit mehreren Jahren praktisch unbrauchbar, und die älteren aus der 1.3-er Reihe habe ich leichtsinnigerweise nicht aufbewahrt.

Mit den derzeitigen Versionen von Scribus kann man zwar super Plakate designen oder kleine Broschüren, aber Bücher mit 50+ Seiten sind eine Quälerei und Bücher mit Hunderten von Seiten sind ein Ding der Unmöglichkeit. Seit vielen Monaten hoffe ich auf das entscheidende Update, aber derweil – nix!

Projekte

19. März 2019

Nix Neues von meinen Buchprojekten.

Hab zwar kürzlich mal wieder ein Buch für die Veröffentlichung fertig gemacht, aber nicht für mich, sondern einen fremden Text.

Meine Fiebergeschichte wartet auf die letzte Überarbeitung des Textes, und mit Illustrationen etc hab ich noch nicht mal angefangen. Ein ganz neues Projekt ist erst zur guten Hälfte fertiggeschrieben, jetzt warte ich auf neue Eingebungen.

Derweil lese ich wieder viel mehr, auch gut.

Frieden

1. Februar 2017

Wir leben hier seit Jahrzehnten in Frieden.

Anderswo auf der Welt kracht es gewaltig, immer schon und noch immer.

Anscheinend wissen die Leute auch hier den Frieden nicht mehr zu schätzen.

Die Leute? Noch ist das keine Mehrheit, aber die Tendenz ist mehr als beunruhigend.

Martin Suter: Montecristo

27. Oktober 2015

Der Roman Montecristo von Suter ist wohl das beunruhigendste seiner bisherigen Werke.
Ein Thriller, trotz der ruhigen Art Suters eher atemlos, gehetzt vom Anfang bis zum schrecklichen Schluss.
Nichts wird ausgelassen, was schief gehen kann geht schief, und das aus voller Absicht.
Die Welt ist schlecht, das wissen wir alle, aber dass die gediegene Finanzwelt, insbesondere die besonders gediegene Schweizer Finanzwelt, dermaßen böse, heimtückisch bis hin zu kriminell sein kann, wer hätte das gedacht…

Extrem lesenswert. Martin Suter vom Feinsten!

Martin Suter: Montecristo – Diogenes Verlag

rudolf mittelmann: Im Auftrag der Chefin

10. Oktober 2015

Mein zuletzt herausgekommener Roman heißt nun „Im Auftrag der Chefin„, der Arbeitstitel war „Der Mann im Wald“.
Das erste Machwerk aus meiner „Feder“ ohne Happy End: Es ist eine finstere Geschichte, wenn es auch abenteuerhaft und lustig anfängt, mit allerlei Liebesverwirrungen und viel Wald. Natürlich.
Aber dann bröckelt die schöne Welt so langsam ein, und man fragt sich, ob das wirklich so passiert oder nur im Kopf des Protagonisten, der verzweifelt versucht, den Auftrag seiner Chefin zu erfüllen, aber am Ende kann nur sie noch helfen, sonst niemand. Kann sie helfen?

Mehr auf der Webseite zum Buch.
rudolf mittelmann: Im Auftrag der Chefin, 2015, BoD Norderstedt, Roman mit 23 farbigen Illustrationen