Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Heute fertiggeschaut: „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (ein Philip Kaufmann Film) nach dem Roman von Milan Kundera.
Der Film spielt im Prag der sechziger Jahre, vom Prager Frühling bis nach dem Einmarsch der russischen Truppen. Obwohl die Politik heftig in das Leben der Protagonisten eingreift, und damit eine zeitlang das Geschehen auf der Leinwand dominiert, geht es in dem Film doch viel mehr um das alte Thema Liebe.
Der Mann liebt die eine und schläft auch mit all den anderen Schönen, die Frau versucht damit fertig zu werden, aber es gelingt nur mühsam.
Mich hat die Kunst, nichtbesitzergreifend zu lieben, schon seit sehr langer Zeit fasziniert, ein Ideal, dem ich von jeher versuche, mich anzunähern. In der Kunst bzw. Literatur kommt das hier und da vor, viel öfter wird das Gegenteil, die eifersüchtige „Liebe“ mit ihren bösen Folgen, ausführlich dargestellt.
Needless to say, ich finde diesen Film einfach genial, obwohl ich stellenweise weder nachvollziehen kann, was der Mann denkt, noch die Frau. Aber allein die Art, wie die ganze Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt wird, ohne zu schulmeistern oder sonstwie penetrant zu werden, ist äußerst gelungen.
Dazu auch vom Filmtechnischen her ein Meisterwerk, die Farben, die Einstellungen, die Ausstattung der diversen Wohnungen, die Verknüpfung mit den authentischen historischen Aufnahmen, alles vom Feinsten.
rm gibt 10 von 10 Punkten.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.