Die drei Tage des Condor

bild„Die drei Tage des Condor“ (Three Days of the Condor, USA 1975, von Sydney Pollack)
Das ist zunächst mal ein Thriller, ein Agentenfilm. Die CIA spielt eine der Hauptrollen, sozusagen. Eine als harmloses Literaturinstitut getarnte Abteilung wird in wenigen Minuten dahingerafft – von wem? Von der CIA selber? Das drängt sich auf, aber der Zuseher wird nicht aufgeklärt, sondern weiß immer noch ein bisschen weniger als die Hauptfigur, gespielt von Robert Redford, der als einziger den Mordanschlag überlebt – und nun durch die Großstädte New York und Washington gehetzt wird. Dabei gibt es auch ein bisschen Liebe, und gegen Ende ein paar besinnliche Dialoge mit mehr Tiefgang, aber sehr zynisch.
So weit so gut.
Zusätzlichen, wenn auch unfreiwilligen Genuss verschafft der Film durch seinen zeitgeschichtlichen Bezug. Einerseits das World Trade Center, sieht in dem alten Film immer noch hypermodern aus, und ist doch schon vorbei. Andererseits die unglaublich altmodischen Computer, für die heutige Jugend kaum noch als solche erkennbar, allerliebst. Und die genialen Telefontricks mit simplen Strippen und einem Diktiergerät, und doch so wirksam. Aber das waren nur Zusatzzuckerln, eigentlich war die Technik für den Film ziemlich nebensächlich.
LBC und ich geben 7 von 10 Punkten. Tigressa? wD?

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