Chocolat

Dezember 19th, 2006

Schokolade als Hauptthema: nun ja, doch nicht wirklich. Nachher blieb die Schokolade als se Versuchung nur ein Symbol fr ein lockereres Leben, sich was zu trauen und sich was zu gnnen.
Die Chancen fr die hbsche Zuckerbckerin standen ja zunchst nicht gut, so ein rckstndig-verknchertes ultrakonservatives Stdtchen (der Film spielt 1959) knnen wir uns kaum mehr vorstellen.
Und doch, die vielen Charaktere machten die ganzen Verflechtungen sehr deutlich und zumindest teilweise nachvollziehbar. Selbst der Comte, der Graf, ein verbohrter Hardliner, bekam am Ende „menschliche“ Zge und es wurde klar, wo seine harte, verbitterte Einstellung herkam. Schade, dass der Pfarrer so eine Nullnummer war, mit ein wenig mehr Rckgrat htte es da noch interessantere Verwicklungen geben knnen.
Bis zu der Stelle, wo der Graf den Cafhausbesitzer wegen der Brandlegung aus dem Ort jagte, war alles sehr sehr gut, vielschichtig, komplex, dabei immer auch wieder lustig, oder traurig, sehr stark gefhlsbetont, und auch durchaus realistisch. 10 von 10 Punkten – bis dahin.
Leider dann ein edelkitschiges Finale, ein super-happy End, alles lste sich in Friede-Freude-Eierkuchen auf, musste das sein? So blieb der sliche Geschmack dominant, vom Chili nichts mehr zu spren.
Immerhin noch eine groe Geste, wie sie die Asche der Grand-Mre in den Nordwind streut und sich so von ihrer eigenen Geschichte unabhngig macht.
rm vergibt wegen des allzu rosigen Finales nur 9 von 10 Punkten.