Heute fertiggeschaut: “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins” (ein Philip Kaufmann Film) nach dem Roman von Milan Kundera.
Der Film spielt im Prag der sechziger Jahre, vom Prager Frühling bis nach dem Einmarsch der russischen Truppen. Obwohl die Politik heftig in das Leben der Protagonisten eingreift, und damit eine zeitlang das Geschehen auf der Leinwand dominiert, geht es in dem Film doch viel mehr um das alte Thema Liebe.
Der Mann liebt die eine und schläft auch mit all den anderen Schönen, die Frau versucht damit fertig zu werden, aber es gelingt nur mühsam.
Mich hat die Kunst, nichtbesitzergreifend zu lieben, schon seit sehr langer Zeit fasziniert, ein Ideal, dem ich von jeher versuche, mich anzunähern. In der Kunst bzw. Literatur kommt das hier und da vor, viel öfter wird das Gegenteil, die eifersüchtige “Liebe” mit ihren bösen Folgen, ausführlich dargestellt.
Needless to say, ich finde diesen Film einfach genial, obwohl ich stellenweise weder nachvollziehen kann, was der Mann denkt, noch die Frau. Aber allein die Art, wie die ganze Problematik aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt wird, ohne zu schulmeistern oder sonstwie penetrant zu werden, ist äußerst gelungen.
Dazu auch vom Filmtechnischen her ein Meisterwerk, die Farben, die Einstellungen, die Ausstattung der diversen Wohnungen, die Verknüpfung mit den authentischen historischen Aufnahmen, alles vom Feinsten.
rm gibt 10 von 10 Punkten.
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Dezember 7th, 2009Der Zauber von Malèna
November 16th, 2007Ein wunderschöner typisch italienischer Film von einem Jungen, der so gern schon ganz erwachsen wäre, um seiner Angebeteten als Mann gegenübertreten zu können. Jede Menge witzige Einlagen im Slapstick-Stil und auch ein paar nachdenklichere Stellen tragen zum guten Gesamteindruck bei.
rm gibt 8 von 10 Punkten.
2001 auf HD-DVD und Blueray erhältlich
Oktober 26th, 2007- zumindest in USA.
http://hddvd.highdefdigest.com/241/2001aspaceodyssey.html
Ich finde nach wie vor, der einzige Film, der 100 von 10 Punkten verdient. Wer es mir nicht glaubt, soll die angeführte ausführliche Kritik lesen.
Und 2001 war auch bisher die einzige DVD, bei der ich an vielen Stellen, sogar beim Abspann, den Eindruck hatte, dass die Auflösung der DVD einfach nicht reicht. War die absichtlich zurückgehalten? Wollten die das gar nicht besser?
Jetzt gibt es die hochauflösende Version, und die ist wirklich so scharf, wie sie sein soll.
Aber nur für diesen Film Blueray anschaffen, das lohnt ja wohl auch nicht… oder doch? Hmm.
Der Teufel trägt Prada
Oktober 24th, 2007ein feiner Film aus der superfeinen Modewelt – na ja. Sagen wir mal so.
Schön, dass die kritischen Untertöne nicht untergehen, aber ich hätte sie dicker aufgetragen.
Insgesamt ein guter Film, aber in der Aussage nicht radikal genug.
rm gibt 6 von 10 Punkten.
Men in Black
Juli 1st, 2007Kürzlich haben wir uns den nicht mehr ganz taufrischen Film Men in Black angesehen. Wenig Tiefgang, aber Unterhaltung vom Feinsten!
rm vergibt 8 von 10 Punkten.
2001: A Space Odyssey
März 14th, 2007Zum allerbesten Film aller Zeiten (2001: A Space Odyssey: rm gibt 100 von 10 Punkten, in Worten: einhundert von zehn Punkten), gibt es eine nette Parodie “ONE: A Space Odyssey” mit Legobausteinen hier.
Wii
Februar 25th, 2007Ein “super netter Abend” ist eigentlich der Titel dieses Eintrags.
Die Wii ist der ultimative Spaß und steht für Bewegung und einen Haufen blöder Sprüche. Bowln ist wirklich ein Spiel für alle und so findet jeder seinen Meister in seinen “Pins”. Eine wirkliche Revolution für unsere Samstag Abende! Zielwasser ist natürlich nicht mehr weg zu denken und natürlich an einem richtigen Samstag die nötige Motivation für gute feine Strikes…
Der Beamer erlebt eine neue Generation, welche viel Spaß garantiert und die Samstag Abende in Sonntag Morgen verwandt.
Die Wii bekommt von mir volle 10 Punkte und steht für den totalen Funfaktor!
LG MB
Da Vinci Code (Sakrileg)
Februar 3rd, 2007Das Buch von Dan Brown war schon ein echter Thriller, spannend jede einzelne Seite, so dass man es bis zum Schluss kaum aus der Hand legen mag.
Letztes Jahr kam dann die Verfilmung, und haufenweise schlechte Kritiken, die mehr oder weniger auf die Behauptung hinausliefen: Wenn man doch das Buch schon gelesen hat, und die Auflösung also schon kennt, kann der Film doch nicht spannend sein, und tatsächlich hätte er jede Menge langweiliger Stellen.
Gestern sahen wir uns den Film in shisha@home an, und ich muss sagen, ich war sehr beeindruckt. Der Film hatte die richtige Menge Tempo, die Dialoge waren nicht zu sehr gekürzt, um den brisanten Inhalt rüberzubringen, aber auch nie zu trocken, oft genug mit Rückblenden-Fetzen oder witzigen Stellen gewürzt. Die Aufnahmen, oft unter schwierigsten Lichtverhältnissen, waren filmtechnisch brillant, besser geht’s wohl kaum.
Auch die Auswahl der Schauspieler fand ich sehr gelungen, nur den Robert Langdon hätte ich anders besetzt.
Die zwei oder drei Stellen, die ich schon im Buch unlogisch oder zu weit hergeholt empfunden hatte (in dem franz. Schloss, als Silas die Verschwörer bedrohte, und in London in der Tempel Church) waren im Film auch wieder zu unlogisch oder zu weit hergeholt, na gut.
Insgesamt war ich begeistert, gebe 9 von 10 Punkten!
Chocolat
Dezember 19th, 2006Schokolade als Hauptthema: nun ja, doch nicht wirklich. Nachher blieb die Schokolade als süße Versuchung nur ein Symbol für ein lockereres Leben, sich was zu trauen und sich was zu gönnen.
Die Chancen für die hübsche Zuckerbäckerin standen ja zunächst nicht gut, so ein rückständig-verknöchertes ultrakonservatives Städtchen (der Film spielt 1959) können wir uns kaum mehr vorstellen.
Und doch, die vielen Charaktere machten die ganzen Verflechtungen sehr deutlich und zumindest teilweise nachvollziehbar. Selbst der Comte, der Graf, ein verbohrter Hardliner, bekam am Ende “menschliche” Züge und es wurde klar, wo seine harte, verbitterte Einstellung herkam. Schade, dass der Pfarrer so eine Nullnummer war, mit ein wenig mehr Rückgrat hätte es da noch interessantere Verwicklungen geben können.
Bis zu der Stelle, wo der Graf den Caféhausbesitzer wegen der Brandlegung aus dem Ort jagte, war alles sehr sehr gut, vielschichtig, komplex, dabei immer auch wieder lustig, oder traurig, sehr stark gefühlsbetont, und auch durchaus realistisch. 10 von 10 Punkten – bis dahin.
Leider dann ein edelkitschiges Finale, ein super-happy End, alles löste sich in Friede-Freude-Eierkuchen auf, musste das sein? So blieb der süßliche Geschmack dominant, vom Chili nichts mehr zu spüren.
Immerhin noch eine große Geste, wie sie die Asche der Grand-Mère in den Nordwind streut und sich so von ihrer eigenen Geschichte unabhängig macht.
rm vergibt wegen des allzu rosigen Finales nur 9 von 10 Punkten.
Inside Man
Oktober 8th, 2006
Als erstes möchte ich mich gleich mal bedanken, dass wir die Möglichkeit hatten mit euch Beamer zu schauen. Außerdem fand ich es super den Film aussuchen zu dürfen…
Für alle Außenstehenden, wir haben uns Inside Man angeschaut.
Kurz zum Inhalt: Der Film ist ein Thriller und alles dreht sich um einen genial geplanten Bankraub. Perfekte inszenierung, geile Sprüche und wie ich finde sehr gute Bilder sorgten für 1-A – Kinofeeling, welches natürlich auch vom Mittelmannischen Beamer ordentlich “gepusht” wurde.
Ein packendes Verwirrspiel, ein Aufgebot von sehr guten Schauspielern und eine tolle Geschichte, machen Lust auf mehr und zeigen was gutes Kino kann.
Benotung: 9 von 10 Punkte, weil irgendwas kann man sicher noch besser machen.
MFG Mathias
Kebab Connection
Oktober 1st, 2006Ein Film über die mehr oder weniger gelungene Integration einer türkischen Familie in die Hamburger Vorstadt. Es gab viel zu lachen, trotzdem auch wieder viel zum Nachdenken. Gut gemacht, und wir konnten bekannte Typen wiedererkennen…
Leichte Kost und auch wieder ziemlich heavy.
rm53 vergibt 8 von 10 Punkten.
Der Pate II
August 6th, 2006Tja. Schade. So überragend wie der erste Teil war, so zerstückelt, unübersichtlich und ohne Höhepunkte ist der zweite Teil. Coppola wollte den Film ja auch nicht wirklich drehen, machte es nur aus Geldnot.
Das lässt für den dritten Teil nichts Gutes erhoffen, denn da hatte er sogar geschworen, den dritten Teil nicht zu filmen…
Aber wir werden uns den Film natürlich anschauen.
Für diesen zweiten Teil müssen 6 von 10 Punkten reichen. Und die sind hauptsächlich für die liebevoll inszenierten Rückblenden, denen allerdings der rote Faden bzw. der Zusammenhang fehlt… Einen Punkt mindestens Abzug dagegen dafür, dass in einer Zwischenzeit-Rückblende der alte Pate zwar im Nebenraum erschien, aber nicht gezeigt wurde: Sparsamkeit am falschen Platz.
Der Pate
Juli 10th, 2006Heute sahen wir uns den Francis-Ford-Coppola-Film “Der Pate” an, mit Marlon Brando in einer der Hauptrollen. Genialer Film, wirklich. Wunderschöne Bilder und Einstellungen, unaufdringliche Effekte, alles vom Feinsten.
Die Story ist allerdings ziemlich heavy und erfordert einen guten Magen bzw. starke Nerven… Keine Szene, die nicht jederzeit in einem Blutbad enden könnte…
Eine total intensive Mischung von kaltblütiger Gewalt und allerherzlichster italienischer Familienidylle.
Wir waren sehr angetan von diesem überlangen Film.
rm vergibt 10 von 10 Punkten.
PS:
Der Film ist von 1972. Anfang des Jahres sahen wir uns den Film “Der letzte Tango in Paris” an, ebenfalls mit Marlon Brando in der Hauptrolle. Ebenfalls von 1972. Unglaublich, wie viel jünger Marlon im “Tango” wirkt. Unglaublich wie authentisch die Vierzigerjahreszenen im “Paten” gelungen sind.
Intimacy
Juli 2nd, 2006Letztens gab es Intimacy in Shisha@home.
Ein französischer Film, der allerdings in London spielt. Angelika und ich haben ihn schon vor einiger Zeit im Programmkino gesehen. Ein sehr intimer Film, wie der Name schon sagt. Nicht nur wegen der relativ direkt und ungeschönt gezeigten Sexszenen, auch andere Aspekte der Hauptcharaktere werden gnadenlos aufgedeckt und bloßgestellt.
Die Story ist im Wesentlichen einfach: Ein Mann hat sich von Frau und Kindern getrennt, um etwas Neues oder das “wirkliche Leben” kennenzulernen. Eher zufällig ergab sich das Ritual, dass er jeden Mittwoch Besuch von einer Frau erhält und mir ihr Sex macht – aber sonst nichts, die beiden reden fast kein Wort dabei und schon gar nicht vorher oder hinterher. Wissen nichts voneinander. Bis er irgendwann anfängt, ihr nachzugehen, und so in ihr Leben hineinstolpert. Sie ist verheiratet mit einem Taxifahrer, und hat mit ihm ein Kind. Abends spielt sie in einem Vorstadttheater und gibt selber Schauspielunterricht. Diese verschiedenen Welten prallen nun in dichten Dialogen aufeinander, und es werden viele Fragen zum Funktionieren bzw. Scheitern von Beziehungen gestellt, aber wenige Antworten gegeben…
Trotzdem kann man einiges mitnehmen von dem Film, und wenn es nur das ist, dass man mal wieder sein eigenes Leben und seine eigene Beziehungen hinterfragt: Läuft das so, wie ich mir das gewünscht habe? Was habe ich davon, was haben die anderen von mir? Sollte ich so weitermachen oder was soll ich ändern?
rm53 gibt 7 von 10 Punkten.
Is was, Doc?
Juni 16th, 2006Gestern haben wir uns diesen alten Barbara-Streisand-Film angeschaut. Wie Angelika vorher schon angekündigt hatte, gab es viel zu lachen. Wenn ich nicht gerade gelacht habe, war ich verwirrt. Verwirrung und Komik, die beiden Hauptelemente dieses Films. Worum es geht in dem Streifen? In gewissem Sinn um vier gleiche Reisetaschen mit sehr verschiedenem Inhalt. Andererseits: auch egal. Tiefgang hat der Film keinen, dafür entschädigt die Qualität der zahlreichen Gags und Slapstick-Einlagen.
rm53 gibt 7 von 10 Punkten.
Die drei Tage des Condor
Mai 29th, 2006
“Die drei Tage des Condor” (Three Days of the Condor, USA 1975, von Sydney Pollack)
Das ist zunächst mal ein Thriller, ein Agentenfilm. Die CIA spielt eine der Hauptrollen, sozusagen. Eine als harmloses Literaturinstitut getarnte Abteilung wird in wenigen Minuten dahingerafft – von wem? Von der CIA selber? Das drängt sich auf, aber der Zuseher wird nicht aufgeklärt, sondern weiß immer noch ein bisschen weniger als die Hauptfigur, gespielt von Robert Redford, der als einziger den Mordanschlag überlebt – und nun durch die Großstädte New York und Washington gehetzt wird. Dabei gibt es auch ein bisschen Liebe, und gegen Ende ein paar besinnliche Dialoge mit mehr Tiefgang, aber sehr zynisch.
So weit so gut.
Zusätzlichen, wenn auch unfreiwilligen Genuss verschafft der Film durch seinen zeitgeschichtlichen Bezug. Einerseits das World Trade Center, sieht in dem alten Film immer noch hypermodern aus, und ist doch schon vorbei. Andererseits die unglaublich altmodischen Computer, für die heutige Jugend kaum noch als solche erkennbar, allerliebst. Und die genialen Telefontricks mit simplen Strippen und einem Diktiergerät, und doch so wirksam. Aber das waren nur Zusatzzuckerln, eigentlich war die Technik für den Film ziemlich nebensächlich.
LBC und ich geben 7 von 10 Punkten. Tigressa? wD?
Good Bye, Lenin!
Mai 15th, 2006
“Good Bye, Lenin!” ist ein deutscher Film von Wolfgang Becker, 2003, der die Vorgänge der “Wende” 1989/90 verarbeitet. Eine alleinerziehende Mutter – ihr Mann ist in den Westen entfleucht – verpasst in achtmonatigem Koma die Wende und somit das Ende ihres geliebten Staatssystems DDR. Um ihr den Schock zu ersparen, dass es all das, wofür sie gelebt hat, nicht mehr gibt, spielen ihre Kinder, vor allem ihr Sohn, ihr in ihrer kleinen Wohnung das Weiterexistieren des Arbeiter- und Bauernstaates vor, inklusive selbstgemachter Fernseh-Nachrichtensendungen.
Es gibt viel komische Situationen und somit einiges zu Lachen, allerdings empfand ich die aufopferungsvolle Liebe der Kinder zu ihrer Mutter eher rührend als komisch und fragte mich die ganze Zeit, wie ich das anstelle des Sohnes gemacht hätte. Jemandem etwas vorzuschwindeln ist mir zutiefst zuwider und ich denke, dass die Menschheit mit mehr Ehrlichkeit im Alltag weniger Probleme hätte – in der speziellen Ausgangssituation allerdings… ich weiß nicht, ich weiß nicht.
Viele der kleinen Anspielungen und Details im Film sind eigentlich nur für Leute verständlich, die die DDR erlebt haben. So gab es einiges, was ich den anderen erklären musste. Zu meiner Verblüffung sah ich eben auf dieser Filmseite, dass der Film auch in vielen anderen Ländern sehr erfolgreich gelaufen ist. Synchronisiert muss da doch viel vom Ostberliner Flair verloren gehen, und wie ein Franzose oder Israeli die kleinen Details (z.B. Spreewald Gurken) verstehen soll, ist mir ein Rätsel, aber natürlich gönne ich den Filmmachern den Erfolg von Herzen: Der Film kommt vom Herzen. Ganz direkt. Zeigt auf, was in der alten Zeit gut war und in der neuen daneben geht. Ganz menschlich, ohne die große Politik. Und kommt dabei ohne erhobenen Zeigefinger aus und ohne eine falsche Verherrlichung der immerhin doch sehr totalitären und im Allgemeinen wenig lustigen DDR.
rm53 und Tigressa geben 8 von 10 Punkten.
Der Überfall
Mai 14th, 2006
Letztes Wochenende sahen wir uns den österr. Film “Der Überfall” (2000) an. Regie Florian Flicker. Hauptrollen: Bißmeier, Düringer, Hader.
Allein schon, weil Düringer und Hader mitspielen, erwartete ich einen Film mit allerlei Lachern und allerlei Problemen mit Tiefgang.
Der erste Teil des Films zog sich allerdings ziemlich. Es wurde eher wenig gesprochen, es gab Action und die Lacher blieben selten. Allerdings war das wohl so notwendig, um den Zuschauer genügend auf die ganze verfahrene Situation einzustellen. Dann noch ein Spiel des Regisseurs mit dem Zuschauer, ein ganzes Kapitel stellt sich nachträglich als Traum oder Phantasie des Räubers heraus, aber wer erwartete, dass auch die nächsten Kapitel nur Varianten einer möglichen Realität sein sollten, wurde getäuscht, es blieb bei diesem einen abgebrochenen Ende, danach ein normaler linearer Erzählfluss.
Als das Trio dann in dem engen Geschäft zusammengesperrt miteinander auskommen musste, immer bedroht von der Pistole des Räubers, wurde aus der anfänglichen Solidarität der beiden bedrohten (Schneider und sein Kunde) eine Gegnerschaft, so wechselte das einer-gegen-zwei zu drei-gegen-drei oder wieder zurück, aber in anderer Zusammensetzung. Vernadern, hetzen, anschwärzen, verraten. Nichts wurde ausgelassen, um den anderen noch tiefer reinzuziehen, in denselben Dreck in dem man selber schon steckte. Hier kamen die sprachlichen Qualitäten der Helden dann voll zur Geltung. Und einiges an Tiefgründigem wurde ans Licht gezerrt. Das ging unter die Haut.
Insgesamt waren die hinteren zwei Drittel des Films ganz nach meinem Geschmack, das erste Drittel kann ich nur als es-ging-nicht-besser durchgehen lassen.
rm gibt 7 von 10 Punkten.
Indien
April 12th, 2006
“Indien” – ein österreichischer Film 1993.
Wurde uns extrem heftig ans Herz gelegt von Lupo.
Hauptsächlich zwei Schauspieler, bekannte Kabarettisten: Hader und Dorfer.
Passt irgendwie zu “Hundstage” und “Muttertag”.
Da denkt man, es wird lustig.
Na gut, es gab das eine und andere zum Lachen. Aber…
Aaaaaaabeeeeerrrr………………..
Das meiste Lachen bleibt einem im Halse stecken.
Der Film ist echt heavy. Extrem. Letzten Endes geht es ums Ganze. Soll heißen ums Sterben, um den Tod, und wie damit umgehen?
Sterbebegleitung.
Wozu leben? Wozu sterben?
Wofür hat man einen Freund? Ist der Freund ein Freund?
Am Anfang denkt man, so einen Freund brauch ich nicht. Am Ende denkt man, so einen Freund gibt es nicht. Könnte ich so sein?
Echt heavy.
Keine Unterhaltung. Nur Hardcore.
Trotzdem, ein paar Lacher sind drin… unwillkürlich, auch wenn es einem nach ner Minute schon Leid tut…
rm53 gibt 8 von 10 Punkten.
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